Wir leben in einer multimedialen Welt. Wir sind tagtäglich umgeben von Computerbildschirmen, multimedialen Handys, Infokiosks an öffentlichen Plätzen, gigantischen Public Displays, iPods etc. pp. Die Studierenden sind mithin - in der Regel - NutzerInnen, die jeden Tag eine multimediale Praxis leben. Sie arbeiten und spielen mit ihren PCs und den diversen Programmen, dem Internet, ihren Handys, ihren iPods usw. Das Wissen um multimediale Systeme ist - mindestens teilweise - schon da, man muss es nur reflexiv wenden und historisch verorten. Dies ist eine zentrale Aufgabe der Medienwissenschaft.
Daher verbindet das Team "Theorie und Praxis multimedialer Systeme" die Forschung und Lehre im Bereich der Geschichte wie der Theorie (vorwiegend computerbasierter) multimedialer Systeme mit Lehre in der konkreten Gestaltung solcher Systeme. Reflexion und Gestaltung gehen Hand in Hand, um den Studierenden ein selbstbewusstes Verhalten gegenüber den immer rascher sich ausbreitenden und immer ubiquitärer werdenden multimedialen Systemen zu erlauben. Ginge es nur ums Gestalten, könnte es man bei den, natürlich unverzichtbaren, Praktika in entsprechenden Unternehmen bewenden lassen. Ginge es allein ums gute Programmieren, sollte besser Informatik studiert werden. Was aber nur ein medienwissenschaftliches Studium bereitstellen kann, ist die Verzahnung dieser Aktivitäten mit der historischen Relativierung und theoretischen Reflexion. Nur durch diese Verbindung wird die Fähigkeit zur Mit-Gestaltung der multimedialen Welt vermittelbar. Diese Fähigkeit wird in vielen Berufsfeldern gebraucht.