DFG bewilligt Graduiertenkolleg Locating Media
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Einrichtung eines Graduiertenkollegs GRK 1769 „Locating Media“ an der Universität Siegen bewilligt. Die Laufzeit beträgt zunächst viereinhalb Jahre und beginnt im Oktober 2012.
„Das Graduiertenkolleg 'Locating Media' wird von der DFG als ein Pionierprojekt gesehen, das einen neuen Forschungsschwerpunkt der Medienwissenschaft in Deutschland verspricht, und das, wie uns von den Gutachtern bestätigt wurde, in dieser Form nur in Siegen zustande kommen konnte“, erklärte Professor Dr. Erhard Schüttpelz, Sprecher des Graduiertenkollegs und Professor für Medientheorie an der Universität Siegen. „Das Rektorat hat durch die kluge Förderung der Graduiertenschule 'Locating Media' 2008 den Grundstein für die Antragsphase gelegt, was beweist, wie wichtig die Förderung von Forschungsinitiativen ist, die sich selbst aus den Fakultäten und auch zwischen den Fakultäten organisieren.“
LOST IN MEDIA
Tagung des Forschungsprojektes »Die Fernsehserie als Reflexion und Projektion des Wandels« im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms 1505 »Mediatisierte Welten« in Kooperation mit dem IKKM
25./26.11.2011, Bauhaus-Universität Weimar
Die Akteur-Netzwerk-Theorie als Herausforderung der Kunstwissenschaft?
Ein Workshop von Thomas Hensel und Jens Schröter
Universität Siegen, Artur-Woll-Haus, AmEichenhang 50, 57068 Siegen
29./30. April 2011
Ringvorlesung "Bildmedium Computerspiel"
19. April bis 12. Juli 2011, Universität Siegen
Die Fernsehserie als Reflexion und Projektion des Wandels II
Workshop im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms 1505
8. April 2011
Die Fernsehserie als Reflexion und Projektion des Wandels
Forschungsprojekt im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms 1505: "Mediatisierte Welten", gemeinsam mit Prof. Dr. Lorenz Engell (Weimar)
Untersuchungsgegenstand des Vorhabens ist die Fernsehserie als Reflexion und als Projektion des Medienwandels. Ziel des Vorhabens ist es, über die Analyse ausgewählter, überwiegend rezenter Fernsehserien zu einer Einschätzung der Funktion speziell des Fernsehens für den Medienwandel zu gelangen. Umgekehrt soll diese Analyse zu einem veränderten Verständnis des Medienwandels im Ausgang vom Fernsehen beitragen.
Verfahren und Zielsetzung des Projektes gründen sich dabei auf die Annahme, dass Massenmedien eine leitende Funktion im Rahmen gesellschaftlicher Selbstbeobachtung zukommt. Eine Gesellschaft, die sich in zunehmendem Maße als mediatisiert begreift, reflektiert und entwirft gerade in populären fiktionalen Formaten die (möglichen) Strukturen mediatisierter Welten und die Prozesse ihres Wandels. Das gilt besonders für Serienformate, aufgrund etwa ihrer spezifischen Temporalität und ihrer Eingelassenheit in die Lebenswelt. Die Reflexion wird in dem beantragten Projekt dabei überwiegend strukturell gefasst, besonders im Hinblick auf Raumstrukturen mediatisierter Welten. Die Projektion wird überwiegend semantisch gefasst im Hinblick auf – imaginäre – zukünftige und alternative Technologien und Verfahren der Kommunikation.
Durch fiktionale Reflexion und Projektion nimmt das Fernsehen als gesellschaftliches Leitmedium des 20. Jahrhunderts aber auch selbst Teil und aktiv Anteil am Medienwandel. Etwa besitzt es eine Schlüssel- und Brückenfunktion im Übergang zwischen dem Analogen und dem Digitalen. Daher geht das Projekt schließlich der Frage nach, wie sich das Fernsehen als gesellschaftliches Leitmedium durch das fiktionale Format der Serie selbst im Verhältnis von Medien- und Gesellschaftswandel verortet.
Hier geht's zur Website des SPP 1505: Mediatisierte Welten.
Medialität der Nähe
Graduate School Locating Media/Situierte Medien
beschrieben. Die Leistungen und Effekte neuer Informations- und
Kommunikationstechnologien werden in Bezug auf die Überwindung des Raumes
verhandelt. Nähe steht für die gelungene Vermittlung, zugleich bildet sie den
unhinterfragt positiven Ausgangspunkt der Überbrückung von Distanz: Mediale
Kommunikationsprozesse sollen Akteure zusammenbringen und für eine bessere,
demokratischere und gerechtere Gesellschaft sorgen. Soziale und räumliche Nähe
werden dabei in eins gesetzt. In Abgrenzung von dieser Vorstellung will die
Tagung das Konzept der Nähe neu in den Blick nehmen. Im global village der
kurzen Wege ist Ferne nicht mehr allein in räumlichen Kategorien zu fassen.
Nähe ist durch spezifische und heterogene Situationen und Perspektiven
definiert. Sie wird durch das handelnde Subjekt innerhalb seiner
soziokulturellen Praxis in situ bestimmt. Sie ist eine relationale Kategorie,
die topologische Beziehungen zwischen Entitäten beschreibt. In Nähe ist Distanz
eingeschrieben. Nähe wird hergestellt und ist stets das Ergebnis von
Aushandlungsprozessen.
| Termin: | Do., 22. - Fr., 23. April 2010 |
| Ort: | Artur-Woll-Haus, Am Eichenhang 50, 57076 Siegen |
| Information: | www.uni-siegen.de/locatingmedia |
Auditive Medienkulturen. Methoden einer interdisziplinären Klangwissenschaft.
11.-13. Februar 2010, Universität Siegen, Artur-Woll-Haus.
Das internationale und interdisziplinäre Symposium Auditive Medienkulturen wird von der VolkswagenStiftung gefördert.
Nähere Informationen finden Sie auf unserer Tagungswebseite:
www.auditive-medienkulturen.de.
Das Interesse an der Auseinandersetzung mit Klangphänomenen hat im Bereich der Kulturwissenschaften stark zugenommen. Die Frage nach der kulturellen Bedeutung von gestalteten und kommunizierten Klängen scheint aber noch weitgehend offen zu sein. Ebenso unklar ist, warum sich bislang noch keine der ,Bildwissenschaft‘ vergleichbare ,Klangwissenschaft‘ entwickelt hat und welche Gegenstände eine solche zu behandeln hätte.
Der erste Teilbereich spürt zunächst dem Status des Auditiven im historischen
und aktuellen Diskurs verschiedener geisteswissenschaftlicher
Disziplinen nach. Gleichzeitig werden Möglichkeiten und Chancen einer
interdisziplinär ausgerichteten ,Klangwissenschaft‘ diskutiert. Im zweiten Teilbereich des Symposiums werden verschiedene
methodische Ansätze zur Analyse von Klangkulturen vorgestellt und auf
eine Reihe von Fallbeispielen angewendet.
Eine Besprechung der Tagung finden Sie bei H-Soz-u-Kult.
| Veranstalter: |
Prof. Dr. Jens Schröter und Axel Volmar |
| Termin: | Do., 11. - Sa., 13. Februar 2010 |
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Ort: |
Artur-Woll-Haus, |
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Information: |

